FAQ

Die Innere-Personen-Arbeit eignet sich für alle Menschen, die ein Interesse haben, sich langfristig auf sich selbst einzulassen und sich differenziert zu erforschen. Unabdingbar ist ein gewisser Mut, sich selbst in die Augen zu schauen und immer wieder neu anzuerkennen, wie es in uns wahrhaftig ist.

Für Menschen, die eine stützende Therapie zur bloßen Bewältigung ihres Alltags suchen, ist diese Arbeit nicht geeignet. Auch eignet sie sich nicht für Menschen, die an einer akuten Alkohol- oder anderen Drogenabhängigkeit leiden.

Ja. Meine Erfahrung ist, dass eine depressive Erkrankung – systemisch gesehen – vor allem auf den Rückzug und die Verweigerung des Lebens der Verborgenen Machtperson zurückzuführen ist. Wer den Mut hat, diesem Phänomen unmittelbar zu begegnen und damit „Zeit zu verbringen“, wird eine substantielle Erleichterung seiner Symptomatik erfahren.

Ja. Frühe traumatische Erfahrungen lösen in Inneren Personen Schock und Scham aus. Diese Zustände sind wie eingebrannt und können nicht einfach abgeschüttelt werden. Wenn wir uns aber auf die Innere Person einlassen, die diesen Schock erlitten hat und mit ihr viel Zeit verbringen, verliert der Schock allmählich seine bannende Wirkung. Dabei darf die Innere Person keinerlei Veränderungsdruck ausgesetzt sein. Der Schock ist ja eine Schutzschicht, die wie ein schützender Verband nicht einfach abgerissen werden darf. Mit viel Zeit und Geduld aber wird der eingefrorene Zustand langsam tauen und lange weggesperrte Bilder, Gefühle und Erinnerungen finden ihren Ausdruck. Die destruktive Wirkung der traumatischen Erfahrung wird dadurch erheblich reduziert.

Nach meiner Erfahrung hat ein Mensch etwa 5 – 10 Innere Personen in sich. Dabei ist zu beachten, dass eine Innere Person auch unterschiedliche Gefühle haben kann. Nicht jedes wechselnde Gefühl ist also gleich eine andere Innere Person.

Für den Inneren-Personen-Prozess sind normalerweise aber nur etwa zwei bis drei zentrale Innere Personen relevant. Sie werden über Jahre in der DIPA (Direkten-Inneren-Personen-Arbeit) immer wieder aufgesucht.

Einen ersten Eindruck seiner Inneren Personen kann man schon in wenigen Sitzungen erhalten. Dringt man aber bis zur Verborgenen Machtperson vor und begleitet diese durch ihre Reaktionsschichten, so dauert das mehrere Jahre. Manche Klienten bleiben bis zu 10 Jahren. Eine Erleichterung der belastenden Symptomatik erfährt die Klientin, der Klient aber schon sehr viel früher.

Die Innere-Personen-Arbeit ist kein Rollenspiel. Wir sollen nicht versuchen, jemand zu sein, sondern wir sind bereits jemand. Diesen „Jemand“ kennenzulernen, der bereits da ist, ist die Aufgabe in der Inneren-Personen-Arbeit. In Ihrem Fall wäre also beispielsweise interessant, nach der Inneren Person zu schauen, die keine Rollen spielen mag.

In der Inneren-Personen-Arbeit wird die Persönlichkeit nicht aufgespalten. Vielmehr gibt es schon vorher verschiedene Teile, und wir schauen uns diese Teile nur genauer an. Das Kennenlernen seines Inneren Systems führt langfristig zu einer Harmonisierung der Inneren Personen. Wir fühlen uns dann tatsächlich „ganz“. Das Gefühl einer inneren Spaltung nimmt also durch die Innere-Personen-Arbeit ab.

Nein. Alle bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die Kosten weder von den privaten noch von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Das gilt selbst für den Fall, wo eine Zusatzversicherung für Heilpraktikerleistungen abgeschlossen wurde.

Eine Sitzung dauert normalerweise 1,5 – 2,5 Stunden. Ein Sitzungsintervall beträgt 2 – 4 Wochen.

Ja. Von Freiburg Hauptbahnhof fährt die Tram Nr. 3 in 18 Minuten bis Freiburg-Vauban. Von da aus sind es 150 m zu Fuß.

Ja. Vor dem Haus befinden sich ausreichend gebührenpflichtige Parklätze.

Ja. Klienten, die eine sehr weite Anfahrt haben, buchen meist eine Doppelsitzung, manchmal auch verteilt auf zwei Tage. Hier kann der Sitzungsintervall dann 6 oder 8 Wochen betragen.

Nein, ich gebe keine Sitzungen per Skype. Der unmittelbar physische und persönliche Kontakt ist für diese Arbeit unverzichtbar.