Wie das Sprichwort: „gleich zu gleich gesellt sich gern“ ausdrückt, erleben wir es als angenehm, wenn uns ein Mensch ähnlich ist.
Dieses Phänomen nutzen wir in der Systemischen Arbeit mit den Inneren Personen. Die Therapeutin wird in der direkten Arbeit mit einer Inneren Person dieser ganz ähnlich. Doch ist es kein plattes „Nachmachen“ des Gegenübers. Vielmehr sucht sie in sich eine Innere Person auf, die der Inneren Person ihrer Klientin gleicht.
Ist diese still und scheu, ist auch die Begleiterin vor allem still. Nach einer Weile, um den Zustand zu vertiefen, sagt sie vielleicht:
„...du magst es nicht, wenn viel gesprochen wird, oder?“ - oder
„... ich glaube die meisten Menschen sehen dich gar nicht, sie sind alle so schnell und laut, so ganz anders als du...?“ -
Die Innere Person gibt oft nur kleine Zeichen der Zustimmung und manchmal präzisiert sie eine Aussage.
Im Zusammensein entsteht ein Einklang und ein Verdichten des Zustandes, ohne dass er über eine Meta-Ebene erschlossen worden wäre. Der Kontakt findet im Jetzt statt, wir reden nicht darüber, sondern wir sind darin. Das Verstehen folgt dem unmittelbaren Erleben.